Weltladen Schwerin
Regenwaldzerstörung Sojaanbau in Brasilien (c) Nikolaus Tarouquella

Die Soja-Connection. Eine NDR-Reportage und die Situation in Mecklenburg-Vorpommern

Mittwoch, 18.11.2020, 19.30-21 Uhr, Online

Diese Veranstaltung fand wegen der neuen Corona-Vorschriften außerplanmäßig online statt.

Mit rund 25 Millionen Tieren jährlich ist Deutschland der fünftgrößte Schweinehalter weltweit. Besonders viele Mastbetriebe gibt es in Niedersachsen. Auch in MV ist die Schweinedichte in manchen Betrieben sehr hoch. Weil die hierzulande produzierten Futterpflanzen nicht ausreichen, sind deutsche Intensivmäster auf Futtermittel aus dem Ausland angewiesen. V.a. auf Soja aus Brasilien. Ob dafür auch Regenwald abgeholzt oder Indigene vertrieben werden, verrät der Lieferschein nicht.

Diesen Sachverhalt greift die NDR-Reportage „Von Brasilien nach Brake: Die Soja-Connection“ (30 min, 2020) auf. Dieser Film wurde gemeinsam angeschaut und die Filmemacher*innen Gesine Enwaldt und Eberhard Rühle berichteten von den Recherchen, dem Dreh und der Schwierigkeit, solche Themen in das öffentlich-rechtliche Fernsehen zu bekommen.

Kaike Brand, Koordinatorin des Projektes „Globale Landwirtschaft“ beim Eine-Welt-Landesnetzwerk MV stellte die Ergebnisse ihrer Recherche zur Herkunft von Futtermitteln landwirtschaftlicher Betriebe in unserer Region vor und ging auch darauf ein, wie wenige transparent die Lieferketten sind.

25 Interessent*innen nahmen an der über Zoom durchgeführten Online-Veranstaltung teil.

Eine Veranstaltung der Aktionsgruppe Eine Welt e.V. Schwerin / Weltladen Schwerin in Kooperation mit dem NDR-Fernsehen und dem Eine-Welt-Landesnetzwerk MV e.V. im Rahmen der landesweiten Veranstaltungsreihe weltwechsel.


Grenzenlose Solidarität“ ist das aktuelle Jahresthema der Veranstaltungsreihe weltwechsel. Was wir alle dazu beitragen können die großen globalen Probleme zu lösen, darum geht es in über 90 Vorträgen, Lesungen, Workshops, Ausstellungen und Theatervorstellungen. Rund 50 Vereine, Initiativen und Verbände an 20 Orten in ganz Mecklenburg-Vorpommern haben das Programm auf die Beine gestellt. Schon die Vorbereitung stand im Schatten der Covid19-Pandemie. Deshalb sind die Veranstaltungen in diesem Jahr kleiner als gewohnt, digitale Formate werden erprobt, Aktionstage mit vielen Menschen fallen aus. Das Programm setzt ein Zeichen für eine nachhaltige Zukunft .

Finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche und dem Land Mecklenburg-Vorpommern. Weltwechsel findet jedes Jahr im November statt, ist eine der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern und wird vom Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V koordiniert.

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