Weltladen Schwerin

Dreckiges Leder: Schuhe, Klimagerechtigkeit und Fairer Handel

2. November 2023, 18 Uhr, Café des Komplex Schwerin, Pfaffenstr. 4

Die Aktionsgruppe Eine Welt e.V. / Weltladen Schwerin und die BUNDjugend MV zeigten in Kooperation mit dem INKOTA-netzwerk e.V. im neu gestalteten Café des Komplex‘ den Film „Dreckiges Leder – Wie unsere Schuhe gemacht werden“ (SWR 2021, 45 min). Danach gab es einen angeregten Austausch unter den Anwesenden zu den Kriterien des eigenen Schuhkaufs, Möglichkeiten in Schwerin Schuhe reparieren zu lassen, die Grenzen von „Politik mit dem Einkaufskorb“, der Notwendigkeit von Lieferkettengesetzen und der Notwendigkeit des politischen Einsatzes für mehr Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit.

Der Film zeigte in eindrucksvollen Bildern die Arbeitsbedingungen in Indiens Leder- und Schuhindustrie. Er ist hier anzuschauen: Youtube

Hintergrund:

Deutschland ist eins der Top-10-Konsumländer von Schuhen. Im Jahr 2020 standen in Deutschland etwa 380 Millionen Paar Schuhe zum Verkauf. Das entspricht fast 5 Paar (zusätzlichen!) Schuhen pro Person. Weltweit werden die Auswirkungen von Schuhen auf das Klima auf 700 Millionen Tonnen Co2-Äquivalente pro Jahr geschätzt. Das sind ca. 1,4 % der gesamten weltweiten Treibhausgasemissionen – etwa so viel, wie durch Flugverkehr und Flugreisen zusammen verursacht werden.Dazu kommt : besonders Lederschuhe werden oft in Indien produziert, auch viele deutsche Markenhersteller lassen hier ihre Kollektionen fertigen. Die rund 4,4 Millionen Menschen, die in Indien in der Schuh- und Lederproduktion arbeiten, sind dabei besonders stark negativ von den Folgen des Klimawandels betroffen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der BUNDjugend MV im Rahmen des Bildungsprojektes der Aktionsgruppe Eine Welt e.V. Schwerin / Weltladen Schwerin gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, aus Mitteln von „Bingo – Die Umweltlotterie“ über die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung und durch den Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche.

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