Weltladen Schwerin

Kreative Aktionen und Demonstrationszug am Sa., 13.5.2023 in der Schweriner Fußgängerzone

Weltladen Schwerin, Amnesty Jugend Schwerin und der Schulweltladen am Gymnasium Fridericianum Schwerin forderten wirksames EU-Lieferkettengesetz

Mit einer Einkaufswagen-Ausstellung, riesigen Zeitungen und einem kreativen Demonstrationszug forderten wir, die Aktionsgruppe Eine Welt e.V. Schwerin / Weltladen Schwerin zusammen mit der Amnesty Jugend Schwerin und Schülerinnen des Schullweltladens am Fridericianum Schwerin am Sa., 13.5.2023, dass globale Lieferketten durch ein starkes EU-Lieferkettengesetz gerechter werden müssen. Ullis Super Natur Markt Schwerin unterstützte uns mit Einkaufswagen.

Unter dem Motto „Mächtig FAIR“ zeigten wir auf, welche positiven Auswirkungen ein EU-Lieferkettengesetz auf den Schutz von Menschen und Umwelt entlang der Lieferketten hat, wenn es wirksam ausgestaltet wird.

Heiko Lietz, Theologe, Menschenrechtler und Mitglied der Aktionsgruppe Eine Welt e.V. Schwerin, brachte unser Anliegen in seiner Ansprache beim Start des kreativen Demonstrationszuges auf den Punkt: Rede Heiko Lietz zum Weltladentag 2023

  • Die Einkaufswagen-Ausstellung in der Mecklenburgstraße. Foto: Annika Rhinow

Von 11 bis 12 Uhr und 13 bis 14 Uhr hatten wir eine Einkaufswagenausstellung in der Mecklenburgstr. Höhe Martinstr. aufgebaut, die darauf aufmerksam machte, welche Menschenrechtsverletzungen in der Textillieferkette bisher einfach so hingenommen werden. Zeitgleich machten wir mit riesigen Zeitungen aus der Zukunft an verschiedenen Orten in der Innenstadt deutlich, wie positiv die Schlagzeilen lauten können, wenn in diesem Jahr ein starkes EU-Lieferkettengesetz beschlossen wird. Um 12 Uhr starteten wir dann in der Mecklenburgstr. / Ecke Martinstr. einen ca. 1-stündigen kreativen Demonstrationszug mit den Einkaufswagen durch die Fußgängerzone. An verschiedenen Orten schafften wir mit einem Megaphone unseren Forderungen Gehör.

Annika Rhinow, eine unserer Vorständ:innen sagte dazu: „Wir als Weltladen haben an diesem Tag mit unseren Aktionen ein Zeichen für globale Gerechtigkeit und Menschenrechte in Lieferketten gesetzt. Die Fair-Handels-Bewegung zeigt, dass ein faires Miteinander entlang der Lieferketten möglich ist.“

Am 2. Samstag im Mai findet jedes Jahr der Weltladentag statt. Er ist der politische Aktionstag der Weltläden. Er findet zeitgleich mit dem Internationalen Tag des Fairen Handels (World Fair Trade Day) statt.

Mehr Informationen hier: Weltladentag 2023


Hintergrund:

Unter dem Motto „Mächtig FAIR“ fordert die Initiative Lieferkettengesetz, zu denen auch Amnesty International und der Weltladen-Dachverband gehören, eine deutliche Nachbesserung des bisherigen Entwurfs zum EU-Lieferkettengesetz. Sie fordern ein wirksames EU-Lieferkettengesetz, das Unternehmen verpflichtet, Risiken für Mensch, Umwelt und Klima in der Wertschöpfungskette zu analysieren, den höchsten Risiken Priorität einzuräumen und aktiv dagegen anzugehen – und zwar von der Rohstoffgewinnung über die Fertigung bis zur Nutzung und Entsorgung eines Produktes.
Entlang globaler Lieferketten herrscht laut Weltladen-Dachverband ein extremes Macht- und Verhandlungsungleichgewicht. In der Regel profitieren die großen Unternehmen von den Gewinnen, während die Produzent:innen um ihre Existenz kämpfen.
Die Fair-Handels-Bewegung richtet sich gemeinsam mit der Initiative Lieferkettengesetz mit ihren Forderungen nach einem wirksamen EU-Lieferkettengesetz an die Abgeordneten des EU-Parlaments, die als letztes Entscheidungsorgan voraussichtlich am 30. Mai über den Gesetzesentwurf abstimmen werden.
Stephanie Seeger, politische Referentin beim Weltladen-Dachverband in Mainz fordert: „Wir brauchen endlich wirksame gesetzliche Rahmenbedingungen, die verhindern, dass sich manche Unternehmen gerade in der Zeit von Krisen auf Kosten anderer oder der Umwelt bereichern. Es wird Zeit, dass Unternehmen endlich die Verantwortung für die Sorgfalt in ihren Lieferketten übernehmen. Das EU-Parlament muss die Chance nutzen, sich für ein wirksames EU-Lieferkettengesetz einzusetzen, so dass Lieferketten endlich fair werden.“

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